Einsatz im Mühltal

  • An der Froschmühle im Mühltal ist nach heftigen Regenfällen ein Stück Mauer eingestürzt.
Die heftigen Regenfälle vom Freitag haben vor allem in der Region um Eisenberg und Königshofen, aber auch in Holzland- und anderen Gemeinden erhebliche Schäden angerichtet.
Eisenberg. Die Eisenberger Feuerwehr wurde zu mehreren Einsätzen gerufen, unter anderem in Eisenberg in die Wiesenstraße, in die Karolinenstraße und in die Randsiedlung, zu Kludi und Wienerberger. "Wir waren erst um vier Uhr früh im Bett", berichtete Silvio Hendreich von der Feuerwehr Eisenberg am Samstagvormittag.

Da waren er und seine Kameraden sowie sechs Wehrleute von der Freiwilligen Feuerwehr Weißenborn schon wieder zu einem neuen Einsatz ausgerückt: ins Mühltal, zur Froschmühle. Hier war offenbar durch den Druck der Wassermassen, die sich in der Nacht die Rauda entlang gewälzt hatten ein Stück einer Mauer am Bach eingestürzt, der Rest der Mauer sah auch nicht mehr besonders vertrauenswürdig aus.

  • Muss die Brücke gesperrt werden?, beraten die Feuerwehrleute. Nein, sie sehen da keine Gefahr.
"Das muss in der Nacht passiert sein, heute früh wurde der Schaden bemerkt", berichtete eine junge Frau, die sich mit in der Jugendherberge Froschmühle aufhielt. Die Feuerwehr wurde alarmiert. Doch die konnte vor Ort nicht allzu viel ausrichten. "Wir haben uns das Gelände angesehen und den Bereich hinter der Mauer abgesperrt", berichtet Silvio Hendreich. Für die Brücke über die Rauda, die die Hauptzufahrt zur Froschmühle ist, sahen die Wehrleute keine Gefahr, sie musste nicht gesperrt werden. "Jetzt warten wir auf den Eigentümer der Froschmühle, der informiert wurde und aus Bad Sulza hierher unterwegs ist. Wir übergeben ihm die Einsatzstelle, alles weitere ist dann seine Sache."

Da auch am Wochenende etliche Ferienkinder in der Froschmühle waren, die neugierig um das Feuerwehrauto herumliefen, nutzten dies die Eisenberger Kameraden gleich zu einem kleinen Info-Vortrag. Ein bisschen Werbung für die Feuerwehr und Jugendfeuerwehr kann nicht schaden...

Die Weißenborner Kameraden rückten inzwischen wieder ab. Auf sie wartete noch eine Arbeit an der Mühltalstraße, zwischen Naupoldsmühle und Meuschkensmühle. Der Durchlass vom höher gelegenen Waldteich unter der Straße entlang in die Rauda war völlig verstopft. Auf der Teich-Seite hatte sich das Wasser angestaut und die Straße überschwemmt. Zu Fuß oder Rad war hier kein trockenes Durchkommen möglich. Die Feuerwehrleute entfernten eine Menge Holz und Unrat aus dem kleinen See, der sich hier vor dem verstopften Durchlass gebildet hatte, bis sie endlich auch das große sperrige Stück aus dem Rohr entfernt hatten. Sofort schoss das Wasser wieder mit Macht durch, und in Minutenschnelle war der Stau abgelaufen.

Derweil ging ein weiterer Einsatz von Feuerwehrleuten in Weißenborn zu Ende, aber das war ein geplanter: Kameraden säuberten den Bach auf der Strecke, auf der zum Neptunfest am 15. August ein Schlauchboot fahren soll...


Claudia Bioly / 26.07.10 / OTZ
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