Massenkarambolage auf A9: Tragischer Pfingstsamstag

  • Massenkarambolage auf der A9 zwischen Bad Klosterlausnitz und Eisenberg. Ein 47-jähriger VW-Fahrer fuhr ungebremst auf ein Stauende und löste dadurch eine Unfallserie mit 14 Pkw aus. Ein 34-jähriger Fahrer wurde so schwer verletzt, dass er am Abend in einer Klinik verstarb. Weitere neun Personen wurden zum Teil schwer verletzt. Der Sachschaden wird auf 185000 Euro geschätzt. Die A9 war für über zwei Stunden voll gesperrt. Es bildete sich ein bis zu 15 Kilometern langer Stau.
Ein Toter und neun zum Teil schwer Verletzte sind das tragische Ergebnis einer Massenkarambolage am Pfingstsamstag gegen 14 Uhr auf der A 9 Richtung Berlin zwischen den Anschlussstellen Bad Klosterlausnitz und Eisenberg.
Ein sonniger Samstagnachmittag. Pfingsten. Unzählige erwartungsfrohe Menschen auf der Autobahn, Familien, Pärchen, in Vorfreude vielleicht auf einen Kurzurlaub, ein Familientreffen, ein Konzert.

Dann plötzlich: Einer passt kurz nicht auf. Rast in ein Stau-Ende. Zieht weitere Autos und Menschen mit ins Verderben. Eine Massenkarambolage.

So geschehen am Pfingstsamstag gegen 14 Uhr auf der Autobahn 9 Richtung Berlin zwischen den Anschlussstellen Bad Klosterlausnitz und Eisenberg. Es ist einer der folgenschwersten Unfälle der letzten Jahre in dieser Region. 14 beteiligte Fahrzeuge. Ein Toter, neun zum Teil schwer Verletzte. Rund 185 000 Euro Sachschaden. Stundenlanger Stau auf der Autobahn und Behinderungen dadurch auch auf den Straßen in der Umgebung.

Wie war es dazu gekommen? Die Autobahn 9 war wegen der Pfingstfeiertage ziemlich voll. Da wurde die Baustelle an der Anschlussstelle Droyßig, die schon in den Tagen zuvor für lange Staus gesorgt hatte, erst recht zum Nadelöhr. Der Rückstau Richtung Eisenberg und Bad Klosterlausnitz dehnte sich auf 15 Kilometer aus.

  • Der 47-jährige Fahrer des roten VW fuhr ungebremst auf ein Stauende und löste dadurch eine Unfallserie mit 14 Pkw aus.
Das Ende dieses Staus erkannte der 47-jährige Fahrer eines roten VW zu spät. Er fuhr, nach bisherigem Ermittlungsstand der Polizei, ungebremst auf das Stau-Ende auf und kollidierte dabei mit etlichen weiteren Fahrzeugen.

  • Ein 34-jähriger Fahrer in einem weißen VW wurde so schwer verletzt, dass er am Abend in einer Klinik verstarb.
Am schlimmsten erwischte es einen weißen VW Scirocco, der total zerstört wurde. Dessen 34-jähriger Fahrer erlitt dadurch schwerste Verletzungen und musste von der Feuerwehr aus dem Wrack befreit werden. Ein Rettungshubschrauber flog ihn in eine Spezialklinik nach Zwickau. Dort aber verstarb er noch am Abend an den Folgen des Unfalls. An der Unfallstelle zurück geblieben war seine Beifahrerin wie durch ein Wunder nahezu unverletzt. Sie konnte kaum fassen, was geschehen war. Mit dem Mann war sie auf dem Weg zu einem Rammstein-Konzert gewesen...

In der weiteren Folge fuhr noch ein weiterer Pkw VW ungebremst in die Unfallstelle hinein, so dass letztlich 14 Pkw mehr oder weniger stark beschädigt wurden. Neun Menschen sind verletzt.

Als erste Helfer an der Unglücksstelle traf ein Rettungsdienstwagen aus Hermsdorf ein, gefolgt von der dortigen Feuerwehr. Neben der Polizei waren unter anderem auch noch die Freiwilligen Feuerwehren aus Eisenberg, Bad Klosterlausnitz und Bürgel sowie weitere Einsatzkräfte vor Ort. Die Autobahn wurde komplett gesperrt. Die Unfallstelle bot ein albtraumhaftes Bild. Vor allem die Bergung der Verletzten forderte den Helfern alles ab.

Zwei Rettungshubschrauber waren im Einsatz. Gutachter hielten Details fest. Zuletzt wurden die kaputten Fahrzeuge von Bergungsdiensten aufgeladen und abgeschleppt.

Die Autobahn musste für rund drei Stunden für die Rettungs- und Bergungsarbeiten in Fahrtrichtung Berlin komplett gesperrt werden. Gegen 16.20 Uhr gaben die Einsatzkräfte zunächst die rechte Standspur zur Durchfahrt frei. Langsam löste sich dann der Stau auf, in dem viele Hundert Menschen an diesem Pfingstsamstag zwangsweise ausharren mussten.

Die Unfallstelle lag nahe der "Ziegenböcke-Brücke", von der aus Schaulustige die Bergungsarbeiten verfolgten.


Caudia Bioly / 24.05.10 / OTZ
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